Die Photonikindustrie ist ein dynamischer Bereich voller Innovationen und bietet einzigartige Möglichkeiten für junge Ingenieure, die die Zukunft der Technologie mitgestalten möchten. Laura Horan, Personalingenieurin und Leiterin des Produktmanagements bei Vanguard Automation, teilt ihren Karriereweg und Einblicke in die Voraussetzungen, um in diesem sich schnell entwickelnden Sektor erfolgreich zu sein.
Von der Physik zur Industrie: Eine natürliche Entwicklung
Horans Weg begann mit einer tief verwurzelten Neugier auf die Natur und führte zu einem Abschluss in Physik und einem Doktortitel in photonischen Systemen. Ihre Doktorarbeit am Tyndall National Institute in Irland konzentrierte sich auf photonische Hohlkernkristallfasern für biomedizinische Sensoren – ein Beweis für die frühe Überschneidung dieses Fachgebiets mit dem Gesundheitswesen. Diese akademische Grundlage vermittelte kritisches Denken, Projektmanagementfähigkeiten und die Fähigkeit, Theorie in praktische Anwendung umzusetzen.
Der Übergang von der Wissenschaft zur Industrie war ein entscheidender Moment. Während in der Forschung Neuheiten im Vordergrund stehen, erfordert kommerzieller Erfolg Zuverlässigkeit und Wiederholbarkeit. Horans Erfahrung in der Entwicklung von Kontaktlinsen und Automobilsensoren unterstreicht diesen Unterschied: Komplexe Produkte erfordern eine nahtlose Integration von Elektronik, Software und Optik unter Einhaltung strenger Fertigungstoleranzen.
Überwindung kultureller und geschlechtsspezifischer Barrieren
Horans Karriere erstreckte sich über mehrere Länder und verdeutlichte die kulturellen Nuancen der beruflichen Erwartungen. In Deutschland werden in Lebensläufen persönliche Angaben verlangt; Im Gegensatz dazu priorisieren das Vereinigte Königreich und Irland die Kompetenzen. Diese Anpassungsfähigkeit ist entscheidend für den Erfolg in einer globalisierten Industrie.
Die hartnäckigste Herausforderung war jedoch die Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen. Das Ingenieurwesen bleibt ein von Männern dominiertes Feld, und der Mangel an weiblichen Vorbildern kann den beruflichen Aufstieg behindern. Horan betont, dass unterschiedliche Perspektiven unerlässlich sind, um Produkte zu schaffen, die allen Benutzern dienen, und nicht nur denen, die von einer einzelnen Bevölkerungsgruppe entwickelt wurden. Sie verweist auf Beispiele wie schlecht gestaltete Sicherheitsschuhe und Mobiltelefone als Beweis für unbewusste Voreingenommenheit in der Technik.
Automotive vs. Photonik: Ein Kampf der Kulturen
Horan stellt die konservative Automobilindustrie mit ihren starren Verfahren und formalen Erwartungen dem offeneren und innovativeren Photoniksektor gegenüber. Automobilunternehmen legen Wert auf quantifizierbare Ergebnisse; Photonikfirmen legen Wert auf Kreativität und Anpassungsfähigkeit. Dieser kulturelle Unterschied erstreckt sich auch auf die Interviewstile: Personalvermittler in der Automobilbranche bewerten vergangene Beiträge, während Arbeitgeber in der Photonikbranche nach neuen Ideen und Potenzialen suchen.
Die Zukunft der Photonik: Automatisierung und Standardisierung
Der Trend der Branche geht in Richtung Standardisierung des Designs, automatisierte Fertigung und Massenproduktion. Vanguard Automation investiert wie andere Unternehmen in die Ausbildung, um die Qualifikationslücke zu schließen und die nächste Generation von Photonik-Ingenieuren auszubilden. Horan betont, dass Photonik ein Bereich ist, in dem alles möglich ist, solange Unternehmen praxisorientiertes Lernen in den Vordergrund stellen und unkonventionelles Denken fördern.
Was es braucht, um erfolgreich zu sein
Horans idealer Kandidat für Photonik beschränkt sich nicht nur auf Doktoranden; Sie schätzt unterschiedliche Hintergründe, einschließlich traditioneller Ingenieurs- und Testkenntnisse. Zu den wichtigsten Eigenschaften gehören handwerkliches Geschick, Geduld und die Bereitschaft, am Arbeitsplatz zu lernen. In der Branche gibt es keine festgelegten Regeln, was sie ideal für diejenigen macht, die Innovationen vorantreiben wollen.
Letztendlich ist Horans Botschaft klar: Photonik bietet eine seltene Gelegenheit, die Zukunft der Technologie zu gestalten, und junge Ingenieure, die mutig genug sind, sich dem Unbekannten zu stellen, werden sich an der Spitze einer Revolution wiederfinden.






















