Lunar X und V: Flüchtige Schatten auf dem Mond einfangen

Die Mondoberfläche birgt subtile, vorübergehende Wunder, die nur unter bestimmten Bedingungen sichtbar sind. Hierbei handelt es sich nicht um dauerhafte Erscheinungen, sondern um optische Täuschungen, die durch die Wechselwirkung des Sonnenlichts mit den Kraterrändern während der ersten Viertelphase des Mondes entstehen. Ein glücklicher Amateurastronom hat diesen Effekt vor einem Jahrzehnt zufällig eingefangen, und jetzt, mit dem richtigen Timing und der richtigen Ausrüstung, kann jeder diese flüchtigen Schatten beobachten: die Mondschatten X und V.

Was sind Lunar X und V?

Das Mond-X und -V sind keine physischen Markierungen, sondern Illusionen, die entstehen, wenn Sonnenlicht in einem spitzen Winkel auf bestimmte Krater trifft. Das X erscheint durch Licht, das auf die Ränder der Krater La Caille, Blanchinus und Purbach trifft und eine helle „X“-Form erzeugt. In ähnlicher Weise wird das V durch Licht gebildet, das den Ukert-Krater und benachbarte kleinere Krater beleuchtet. Diese Illusionen sind vorübergehend und treten nur im ersten Viertel des Mondes auf, wenn der Terminator (die Linie zwischen Licht und Schatten) korrekt ausgerichtet ist.

Timing ist alles

Diese Funktionen werden jeden Monat nur während eines Zeitfensters von 4 bis 6 Stunden angezeigt. Der Schlüssel liegt in der Beobachtung des Mondes in seiner ersten Viertelphase. Allerdings variiert die Sichtbarkeit je nach Standort erheblich.

  • Das nächste erste Quartal findet am 26. Januar um etwa 5 Uhr GMT statt. Wenn Sie sich jedoch in Großbritannien befinden, befindet sich der Mond dann unter dem Horizont.
  • Von New York aus findet das erste Viertel am 25. Januar gegen Mitternacht statt, sodass X und V von etwa 22:00 Uhr bis 2:00 Uhr morgens sichtbar sind.
  • Sydney, Australien, wird das erste Viertel am 26. Januar gegen 15 Uhr erleben – zu viel Tageslicht für eine Beobachtung.

Um Ihre Chancen zu maximieren, verwenden Sie eine Astronomiesoftware wie Stellarium, um die besten Beobachtungszeiten für Ihren Standort zu ermitteln. Die nächsten Gelegenheiten gibt es am 24. Februar, 25. März (ideal für Großbritannien gegen 19 Uhr Ortszeit) und am 24./25. April.

Ausrüstung und Vorbereitung

Obwohl es nicht unbedingt notwendig ist, verbessert ein Teleskop die Sicht erheblich. Die eigentliche Herausforderung liegt im Timing. Die Mondphasen X und V erfordern eine dunkle, klare Nacht mit hoch am Himmel stehendem Mond. Richtige Planung und ortsspezifisches Timing sind entscheidend.

Die Mondmodelle X und V zeigen, wie viel Schönheit in der Öffentlichkeit verborgen liegt und auf die richtige Ausrichtung von Licht, Schatten und Beobachtung wartet.

Um mehr zu erfahren, besuchen Sie newscientist.com/maker.