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Der Mythos der Zuschauer-Apathie: Warum wir alle eher dazu neigen, heldenhaft zu handeln

Der Mythos der Zuschauer-Apathie: Warum wir alle eher dazu neigen, heldenhaft zu handeln

Die jüngsten Ereignisse, von einer Flussrettung in Worcester bis hin zu einer Massenattacke in einem Zug, haben eine erneute Diskussion über menschliches Heldentum entfacht. Berichte über Tapferkeit und selbstloses Handeln folgen oft auf Krisen und stellen einen lange gehegten Glauben in Frage: dass Menschen angesichts der Gefahr erstarren oder fliehen. Neue Forschungsergebnisse und Experteneinblicke deuten nun darauf hin, dass „Apathie gegenüber unbeteiligten Zuschauern“ ein Missverständnis ist und dass die Neigung zu heroischem Handeln eine natürliche Tendenz in uns allen sein könnte.

Den Wandel in der Wahrnehmung verstehen

Letztes Jahr rettete Colin McGarvas schnelles Denken und sein Mut eine Frau aus einem überschwemmten Fluss in Worcester. Seine instinktive Reaktion, ohne zu zögern in die gefährlichen Gewässer einzutauchen, verkörpert ein wiederkehrendes Muster, das in Notsituationen zu beobachten ist. Ebenso zeigte die Reaktion auf einen kürzlichen Angriff auf einen Zug von Doncaster nach London den Mut von Personen wie Samir Zitouni, einem LNER-Mitarbeiter, der seine eigene Sicherheit riskierte, um die Fahrgäste zu schützen. Zitounis Tapferkeit brachte ihm Lob von den Behörden ein und verdeutlichte das Potenzial gewöhnlicher Menschen, heldenhaft zu handeln.

Den Bystander-Effekt entlarven

Jahrelang dominierte das Konzept der „Bystander-Apathie“ – die Vorstellung, dass es unwahrscheinlich ist, dass Einzelpersonen in Notfällen eingreifen, wenn andere anwesend sind – unser Verständnis menschlichen Verhaltens. Die moderne Forschung enthüllt jedoch eine andere Geschichte. Experten für Gruppenverhalten wie Prof. Stephen Reicher von der University of St Andrews widerlegen diese Annahme entschieden. Reichers Forschung, die sich auf Vorfälle wie die 7/7-Anschläge auf die Londoner U-Bahn und den Angriff auf den Pub Admiral Duncan im Jahr 1999 stützte, zeigte, dass Menschen typischerweise bleiben und einander helfen, selbst wenn sie einer Gefahr ausgesetzt sind.

Prof. Clifford Stott von der Keele University, spezialisiert auf die Psychologie von Menschenmengen und Gruppenidentität, schloss sich dieser Meinung an. Er betonte, dass zeitgenössische Studien belegen, dass Menschen „sehr gut darin sind, sich selbst zu schützen“ und dass scheinbar individuelle Heldentaten durch eine natürliche Einheit unter Fremden untermauert werden. „Die Apathie der Zuschauer ist ein Mythos“, erklärte Stott und verwies auf die zunehmend offensichtliche Fähigkeit zu kollektivem Handeln in Notfällen.

Eine natürliche Fähigkeit zum kollektiven Handeln

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Heldentaten nicht nur die Domäne außergewöhnlicher Individuen sind, sondern ein weit verbreitetes Potenzial bei gewöhnlichen Menschen. Diese Perspektive unterstreicht einen positiven Aspekt der menschlichen Existenz und fordert die Gesellschaft auf, diese Fähigkeit zu fördern und zu nutzen. Angesichts der Erwartung häufigerer klimabedingter Notfälle betont Prof. Stott, wie wichtig es ist, die lokale Widerstandsfähigkeit zu stärken und den lokalen Gemeinschaften Strukturen zur Verfügung zu stellen, die den Wunsch nach Hilfe erleichtern und steuern.

Unterstützung natürlicher Reaktionen

Der Sozialpsychologe Prof. John Drury von der University of Sussex betonte, dass Ersthelfer die inhärente Tendenz der Menschen, sich zusammenzuschließen und einander zu helfen, unterstützen und fördern sollten. Er wies auf die Macht der Sprache hin und plädierte für die Verwendung positiver und verbindender Ausdrücke wie „die Gemeinschaft“ und „wir“, um die Verbindungen innerhalb von Gruppen zu stärken.

Eine Kultur der Helfer pflegen

Dr. Gill Harrop, der das Bystander Intervention Program an der University of Worcester leitet, bemerkte den wachsenden Trend von Institutionen, die aktiv eine Kultur der Helfer fördern. Sie verwies auf zunehmende Fälle von Schulungen zum Eingreifen von Zuschauern in Schulen, Hochschulen, Universitäten, bei der Polizei und beim NHS, wodurch langsam Gemeinschaften aktiver Zuschauer entstehen. >„Wir sehen, dass dies jetzt mit Interventionsschulungen für Zuschauer geschieht … die Schaffung von Gemeinschaften aktiver Zuschauer. Und das ist wunderbar.“

Der sich abzeichnende Konsens unter Experten ist klar: Menschen sind keine passiven Beobachter, sondern neigen von Natur aus dazu, sich in Krisenzeiten gegenseitig zu helfen. Indem wir diese natürliche Tendenz verstehen und unterstützen, können wir stärkere und widerstandsfähigere Gemeinschaften aufbauen, die auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet sind

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