Elon Musks SpaceX priorisiert nun die Errichtung einer sich selbst tragenden Stadt auf dem Mond vor ihrem seit langem erklärten Ziel, den Mars zu kolonisieren. Dieser strategische Wandel wirft Fragen zur Machbarkeit des Mondbaus, zu den Herausforderungen einer langfristigen Besiedlung und zu den umfassenderen Auswirkungen auf die Weltraumforschung auf.

Warum der Mond zuerst?

Der Schritt in Richtung Mondentwicklung ist nicht willkürlich. Als Ausgangspunkt für künftige Weltraummissionen bietet der Mond Vorteile gegenüber dem Mars. Geringere Schwerkraft und die Nähe zur Erde machen es zu einem praktischeren Ort zum Testen von Technologien und zum Aufbau von Infrastruktur. Eine Mondbasis könnte als Startrampe für interplanetare Reisen dienen und so die Kosten und Risiken reduzieren, die mit einem direkten Start von der Erde verbunden sind.

Die Logistik einer Mondmetropole

Der Bau einer selbst wachsenden Stadt auf dem Mond stellt enorme Hürden dar. In der Mondumgebung mangelt es an atembarer Luft, flüssigem Wasser und Schutz vor extremer Strahlung. Jede dauerhafte menschliche Präsenz erfordert abgeschirmte Lebensräume, In-situ-Ressourcennutzung (ISRU) für Wasser, Sauerstoff und Baumaterialien sowie geschlossene Lebenserhaltungssysteme. Der Ansatz von SpaceX konzentriert sich auf die Nutzung von Mondregolith (Boden) für den Bau, möglicherweise durch den Einsatz von Robotersystemen zum 3D-Drucken von Strukturen.

Menschlicher Altruismus: Experimente zur Hirnstimulation

In einer separaten Forschung untersuchen Neurowissenschaftler die Möglichkeit, altruistisches Verhalten durch Hirnstimulation zu verstärken. Experimente unter der Leitung von Christian Ruff an der Universität Zürich legen nahe, dass eine gezielte Stimulation bestimmter Gehirnregionen die Bereitschaft erhöhen kann, Ressourcen zu teilen und mit anderen zu kooperieren. Die ethischen Implikationen einer solchen Technologie bleiben umstritten, aber die Ergebnisse bieten neue Einblicke in die neuronalen Grundlagen von Empathie und sozialem Verhalten.

Weitere Durchbrüche in dieser Woche

Zu den jüngsten wissenschaftlichen Fortschritten zählen neuartige Materialien zur Energiespeicherung, Verbesserungen bei Gen-Editing-Techniken und neue Erkenntnisse über Tiefseeökosysteme. Diese Entdeckungen verdeutlichen das hohe Innovationstempo in zahlreichen Disziplinen.

Innerhalb von zehn Jahren eine Mondstadt zu errichten, ist ein äußerst ehrgeiziges Ziel. Das Engagement von SpaceX für die Mondentwicklung in Verbindung mit anhaltenden wissenschaftlichen Durchbrüchen in den Bereichen Materialwissenschaft, Robotik und menschliche Physiologie lässt jedoch darauf schließen, dass es sich nicht mehr nur um reine Science-Fiction handelt. Diese Wende in Richtung Mond stellt einen entscheidenden Schritt in den langfristigen Weltraumambitionen der Menschheit dar.