Natural Cycles, das Unternehmen hinter der Fruchtbarkeits-Tracking-App, hat ein neues tragbares Armband eingeführt, das für seine Benutzer herkömmliche Basaltemperatur-Thermometer (BBT) ersetzen soll. Das Gerät überwacht kontinuierlich schlafbasierte biometrische Daten, einschließlich Temperatur, Herzfrequenzvariabilität und Bewegungsmuster, um fruchtbare Fenster zu identifizieren.
So funktioniert das Armband
Ziel des Armbands ist es, den Prozess der Fruchtbarkeitsverfolgung zu vereinfachen, indem Temperaturmessungen automatisiert werden, die für den Natural Cycles-Algorithmus von zentraler Bedeutung sind. Traditionell müssen Benutzer ihre BBT jeden Morgen manuell messen, um den Eisprung zu bestätigen. Das neue Gerät macht diesen Schritt überflüssig, da über Nacht dieselben Daten erfasst werden. Das Unternehmen behauptet, das Armband biete mehr Komfort für Benutzer, die eine hormonfreie Verhütungsmethode suchen.
Kontroversen und FDA-Zulassung
Natural Cycles wurde in der Vergangenheit hinsichtlich seiner Wirksamkeit einer kritischen Prüfung unterzogen. Einige Studien deuten darauf hin, dass die Rate ungewollter Schwangerschaften im Vergleich zu anderen Methoden höher ist. Allerdings erhielt die App im Jahr 2023 die FDA-Zulassung als Verhütungsmittel, nachdem sie ihre klinische Wirksamkeit nachgewiesen hatte. Das Armband ist als Erweiterung dieses Abstands positioniert und verbessert die Genauigkeit des Algorithmus weiter.
Marktkontext und zukünftige Trends
Die Veröffentlichung des Armbands spiegelt einen breiteren Trend in der tragbaren Gesundheitstechnologie wider, bei der Geräte zunehmend in die reproduktive Gesundheitsfürsorge integriert werden. Dieser Schritt signalisiert auch eine Verlagerung hin zur automatisierten Datenerfassung, wodurch möglicherweise die Compliance für Benutzer verbessert wird, die mit der manuellen Nachverfolgung Probleme haben. Zu den langfristigen Auswirkungen gehört ein besserer Zugang zu Methoden zur Fruchtbarkeitsaufklärung, wirft aber auch Fragen zum Datenschutz und zur Abhängigkeit von proprietären Algorithmen auf.
Das Armband stellt einen Schritt in Richtung einer nahtlosen, kontinuierlichen Fruchtbarkeitsüberwachung dar, aber seine tatsächliche Auswirkung auf die Schwangerschaftsverhütungsraten bleibt abzuwarten.
