Bei einem ungewöhnlichen Himmelsereignis werden im Jahr 2026 sechs Planeten – Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn und Uranus – eng nebeneinander am Nachthimmel erscheinen und eine spektakuläre „Planetenparade“ auslösen. Diese Ausrichtung bietet Himmelsbeobachtern eine seltene Gelegenheit, an einem einzigen Abend mehrere Welten zu beobachten, die kurz nach Sonnenuntergang sichtbar sind.

Was Sie erwartet: Eine seltene, aber nicht einzigartige Ausrichtung

Auch wenn es nicht alltäglich ist, kommen Planetenkonstellationen relativ häufig vor. Eine umfassendere Sieben-Planeten-Anordnung fand im Februar 2025 statt, obwohl solche Ereignisse weiterhin ungewöhnlich sind. Die Darstellung im Jahr 2026 wird an vielen Standorten am 28. Februar am auffälligsten sein, die genaue Sichtbarkeit variiert jedoch je nach geografischer Position. In Großstädten wie New York, Tokio und London herrschen rund um den 1. März optimale Sehbedingungen.

Warum sich Planeten ausrichten: Die Flachheit des Sonnensystems

Der Grund dafür, dass diese Planeten in einer Linie erscheinen, ist nicht auf eine mystische kosmische Kraft zurückzuführen, sondern auf einen grundlegenden Aspekt der Entstehung des Sonnensystems. Wie Dr. Becky Smethurst von der Royal Astronomical Society erklärt, kreisen die Planeten ungefähr in derselben flachen Ebene. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die ursprüngliche Gaswolke, aus der die Sonne und die Planeten entstanden, im Laufe der Zeit drehte und abflachte, wie dünn gedehnter Pizzateig.

„Alle Planeten kreisen in derselben flachen Ebene … Wenn wir in den Nachthimmel schauen, nehmen alle Objekte des Sonnensystems ungefähr die gleiche Bahn.“

Das bedeutet, dass sie in ihren Umlaufbahnen nicht wirklich perfekt ausgerichtet sind, sondern sich in diesem Moment zufällig auf derselben Seite der Sonne befinden.

So maximieren Sie Ihr Seherlebnis

Um die Parade am besten zu sehen, suchen Sie sich einen Ort mit klarem westlichen Horizont. Merkur und Venus stehen am tiefsten am Himmel, während Jupiter am hellsten ist und weit oben im Sternbild Zwillinge am einfachsten zu lokalisieren ist. Uranus wird im Stier sichtbar sein, erfordert jedoch eine fortschrittlichere Ausrüstung.

Astronomen empfehlen, sich auf eine optimale Sternenbeobachtung vorzubereiten:

  • Anpassung an die Dunkelheit: Verbringen Sie 5–10 Minuten in der Dunkelheit, bevor Sie nach draußen gehen, damit sich Ihre Augen daran gewöhnen können.
  • Komfort: Verwenden Sie eine Picknickdecke oder einen Liegestuhl, um Nackenbelastungen zu vermeiden.
  • Rotlicht: Wenn Sie eine Telefon-App verwenden, aktivieren Sie die Rotlichtfunktion, um die Nachtsicht beizubehalten.
  • Ziehen Sie sich warm an: Selbst milde Temperaturen können sich im Freien kalt anfühlen.

Beyond the Peak: Anhaltende Sichtbarkeit

Selbst wenn Sie die Ausrichtung des Höhepunkts verpassen, bleiben Venus und Saturn am 7. und 8. März nahe beieinander und bieten so eine weitere Gelegenheit, sie zu beobachten. Die Parade dient als Erinnerung an die Dynamik unseres Sonnensystems und die Schönheit himmlischer Ereignisse, die für jeden mit klarem Himmel und ein wenig Vorbereitung zugänglich sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Planetenparade 2026 ein seltenes und wunderschönes Phänomen ist, das die einfache Physik hinter der Struktur unseres Sonnensystems hervorhebt. Ganz gleich, ob Sie ein Fernglas, ein Teleskop oder einfach nur Ihre eigenen Augen verwenden: Nehmen Sie sich Zeit für die Vorbereitung, um das Erlebnis viel lohnender zu machen.