Dunkle Materie bleibt unsichtbar. Wir wissen, dass es da ist. Wir können es einfach nicht ansehen.
Es ignoriert Licht. Völlig. Das macht ihn zum größten Geist des Universums. Aber Geister könnten einen Ton haben.
Neue Forschungsergebnisse drehen das Drehbuch um. Anstatt ins Leere zu starren und nach etwas zu suchen, das keine Photonen reflektiert, schlagen Wissenschaftler vor, dass wir auf die Raumzeit selbst hören. Speziell. Sie suchen nach Wellen in der Schwerkraft.
„Schwarze Löcher zur Suche nach dunklem Material zu nutzen wäre fantastisch“, sagt Rodrigo Vicente, Forscher bei GrAPPA in Amsterdam.
Diese Wellen oder Gravitationswellen erschüttern das Gefüge des Kosmos. Normalerweise. Sie sind auf katastrophale Ereignisse zurückzuführen. Als würden zwei Schwarze Löcher zusammenstoßen und verschmelzen. Ein heftiger Tanz.
Die neue Theorie postuliert etwas Wilderes. Wenn sich diese Schwarzen Löcher in einer dichten Wolke dunkler Materie drehen. die Rotation wirbelt es auf. Stellen Sie sich einen Mixer vor, der Sahne schlägt. Es entsteht „Butter“ aus dunkler Materie.
Dies ist keine Metapher über das Kochen. Es geht um Dichte.
Wenn Schwarze Löcher in dieser aufgewühlten Umgebung verschmelzen. die resultierende Gravitationswelle verändert sich. Es trägt einen schwachen Abdruck des Mediums, durch das es gereist ist. Wie ein Husten bei einem Metallica-Konzert.
Normalerweise würde man den Husten nicht hören. Über „Seek and Destroy“? Unmöglich. Aber mit der richtigen Ausrüstung. die richtige Sensibilität. Sie würden die Anomalie erkennen.
Und die Ausrüstung verbessert sich. LIGO wird schärfer. KAGRA. Jungfrau. Alle hören aufmerksamer zu.
Ich kann nicht glauben, dass es keine Butter ist
Dunkle Materie ist hartnäckig. Es überwiegt jedes Atom, das wir sehen. Verhältnis fünf zu eins. Rund.
Es muss anders sein als wir. Keine Protonen. Keine Neutronen. Keine Elektronen. Diese interagieren mit Licht. Sie machen Sterne. Sie erschaffen Körper. Sie machen den Bildschirm, auf dem Sie dies lesen. Dunkle Materie überspringt die elektromagnetische Partei. Es spricht nur die Schwerkraft.
Also. es verzerrt den Raum. Wir sehen die Verformung. Wir leiten die Masse ab. Aber wir berühren nie die Quelle.
Wissenschaftler suchen nach Teilchen jenseits des Standardmodells. Vielleicht ein leichtes Skalar -Teilchen. Winzig. Viel kleiner als ein Elektron. Wenn diese Partikel existieren. sie würden sich wie Wellen verhalten.
Wellen, die gepumpt werden können.
Ein rotierendes Schwarzes Loch fungiert als Motor. Es überträgt Rotationsenergie auf diese hypothetischen Skalare. Die Dichte nimmt zu. Die „Butter“ wird dicker.
Diese dichte Wolke verändert die Ausbreitung von Gravitationswellen.
Vicente und sein Team gingen auf die Jagd. Sie haben keine neuen Teleskope gebaut. Sie haben sich vorhandene Daten angesehen. Sie durchsiebten den Lärm. Wir konzentrieren uns auf 28 der bisher deutlichsten Fusionssignale.
Die Ergebnisse? Meistens ruhig.
27 Fusionen sahen sauber aus. Im Vakuum geboren. Nichts stört ihren Gesang.
Aber einer stach heraus.
Das Signal im Statik
Signal GW190728. Erstmals gehört im Juli 2019.
Zwei schwarze Löcher. Gesamtmasse von zwanzig Sonnen. Sitzt acht Milliarden Lichtjahre entfernt.
Diese Fusion sah chaotisch aus. Auf eine gute Art und Weise. Oder zumindest. ein interessanter Weg. Die Wellenform trug das verräterische Zeichen, dass sie durch etwas hindurchging. Etwas Dichtes.
War es dunkle Materie? Vielleicht.
Das Team schreit nicht von den Dächern. Sie sind vorsichtig. Ein Signal ist kein Beweis. Es ist ein Hinweis. Ein Flüstern im Wind.
„Wir wissen, dass dunkle Materie um uns herum ist“, sagt Josu Aurrekoetxea vom MIT. „Es muss nur dicht genug sein.“
Schwarze Löcher helfen. Sie wirbeln das Medium auf. Sie sind so dicht, dass sie einen Fingerabdruck hinterlassen.
LIGO geht in seinen fünften Betriebslauf. Die Sensoren sind empfindlicher. Die Bandbreite ist größer.
Wenn dieses einzelne Signal ein Geist dunkler Materie wäre. andere könnten folgen.
Wir bauen die Ohren auf, um sie zu hören. Wir lernen, wie sich das Signal ändert. Wenn es sich durch Materie versus Vakuum bewegt. Die Theorie ist fertig. Die Werkzeuge liegen bereit.
Vielleicht. nur vielleicht. Wir hören endlich am richtigen Ort zu.
