Der Vulkan Hayli Gubbi in Äthiopien brach am 23. November zum ersten Mal in der aufgezeichneten Geschichte aus, was Aschewolken über das Horn von Afrika schickte und den Flugverkehr bis nach Pakistan und Indien störte. Der Ausbruch, der eine Höhe von 8,7 Meilen (14 km) erreichte, hat am 28. November aufgehört, seine Auswirkungen auf die örtlichen Gemeinden sind jedoch nach wie vor erheblich.
Erster Ausbruch seit Jahrtausenden
Der letzte bekannte Ausbruch des Vulkans ereignete sich vor etwa 12.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit. Dies macht das aktuelle Ereignis in der modernen Beobachtung historisch beispiellos. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert, da viele der aktiven Vulkane in Äthiopien nicht genau überwacht wurden, was bedeutet, dass ein Ereignis dieser Art ohne Vorwarnung erneut auftreten könnte.
Lokale Wirkung und Reaktion
Dörfer im Afdera-Distrikt waren mit Asche bedeckt, was Auswirkungen auf Häuser und Vieh hatte. Mobile medizinische Teams aus der Afar-Region wurden entsandt, um den betroffenen Gemeinden Hilfe zu leisten. Trotz der Störung wurden bisher keine Todesopfer gemeldet, das volle Ausmaß des Schadens wird jedoch noch ermittelt.
Regionaler Luftraum gestört
Die Aschewolke driftete nach Osten, was zu vorübergehenden Flugausfällen in Pakistan und Nordindien führte und sich schließlich in Richtung China bewegte. Dies verdeutlicht das Potenzial von Vulkanausbrüchen in einer Region, die sich schnell auf globale Transportnetze auswirken können.
Äthiopiens Vulkanlandschaft
Laut Atalay Ayele, Seismologe an der Universität Addis Abeba, gibt es in Äthiopien rund 50 aktive Vulkane. Diese Vulkane sind zu plötzlicher Aktivität fähig, und obwohl dem Ausbruch von Hayli Gubbi keine wissenschaftlichen Vorhersagen vorausgingen, berichteten Einheimische, dass sie in den Tagen vor dem Ereignis Rauch gesehen hätten. Dies deutet darauf hin, dass lokale Beobachtungen manchmal auch ohne fortschrittliche Überwachungssysteme Frühwarnsignale liefern können.
Jüngste vulkanische Aktivität in Äthiopien
Der Ausbruch von Hayli Gubbi folgt auf erhöhte Aktivität am Erta Ale, einem weiteren äthiopischen Vulkan mit einem anhaltenden Lavasee, der im Juli eine dichte schwarze Wolke ausstieß. Die Kombination dieser Ereignisse unterstreicht die volatilen geologischen Bedingungen in der Afar-Region.
Der Ausbruch des Hayli Gubbi erinnert daran, dass selbst ruhende Vulkane nach Tausenden von Jahren reaktivieren können und dass eine umfassende Überwachung für die Risikominderung in vulkanisch aktiven Regionen von entscheidender Bedeutung ist.




































