Erinnern Sie sich an Mark Watney in „Der Marsianer“? Er war gestrandet, hungrig und baute Kartoffeln in Erde an, die eigentlich gar keine Erde war.

Fiktiv. Toller Film.

Das wirkliche Leben kümmert sich nicht um die Einnahmen an den Kinokassen.

Jessica Atkin weiß das. Sie ist Botanikerin bei Texas A&M. Ihre Aufgabe besteht darin, Pflanzen an einem Ort wachsen zu lassen, der dazu bestimmt ist, sie abzutöten. Die NASA will eine dauerhafte Basis. Vielleicht kannst du dort essen? Das ist das Problem. Das Versenden von gefrorenen Abendessen funktioniert für einen Wochenendausflug. Es scheitert an einer Einigung. Wenn Astronauten bleiben, müssen sie sich selbst ernähren.

Der Mond hasst die Landwirtschaft.

Da ist zunächst das Wassereisproblem. Dann ist da noch der Regolith. Das ist das Wort für Mondboden. Es ist kein Boden. Es handelt sich um scharfes Vulkanglas. Es haftet wie Klebstoff an Raumanzügen. Es entstehen Mikrorisse. Pflanzen haben keinen Hautpanzer. Sie werden geschreddert. Und wenn man Wasser hinzufügt, wird es zu Zement. Wurzeln ersticken. Es ist schrecklich.

Atkin glaubt, sie hat eine Lösung.

Sie versucht nicht, der Erde Erde zu schicken. Die Einführung eines Pfunds kostet 100.000 US-Dollar. Das macht niemand. Stattdessen betrachtet sie Pilze. Und Kichererbsen. Warum?

Hülsenfrüchte sind hartnäckig. Sie überleben die Vernachlässigung. Sie rekrutieren Mikroben, die ihnen beim Verzehr von Steinen helfen. Atkin dachte, wenn Pilze den Pflanzen geholfen hätten, die Erde zu erobern, könnten sie das vielleicht auch auf dem Mond schaffen.

„Die Natur gibt uns alle Antworten, wir müssen es nur herausfinden.“

Sie hat es in ihrem Wohnzimmer bewiesen.

Ja wirklich. Es war 2021. Ihr fehlte die institutionelle Unterstützung. Der NASA gefiel die Idee, sie verlangte jedoch Daten, über die sie nicht verfügte. Also kaufte sie Vorräte. Hat ihr Wohnzimmer in ein Labor verwandelt. Es wurde ein Simulant verwendet, der das Mondhochland nachahmt, da echter Apollo-Staub knapp und teuer ist. Das Ergebnis? Kichererbsen keimten im vom Mond simulierten Staub schneller als im Erdboden.

Sie waren gestresst. Sie produzierten weniger Samen.

Spielt keine Rolle.

Die Samen sind nicht das Ziel. Ziel ist die Umwandlung des Regoliths in Erde. Auch wenn die Kichererbsen giftig sind, leisten sie doch die Arbeit des Bioabbaus. Sie ziehen Metalle heraus. Sie durchbrechen den Kreislauf. Nach ein paar Runden könnten Sie Tomaten anbauen. Oder Erdbeeren.

Stellen Sie sich das Menü vor.

Protein kommt aus Tüten. Humus? Vielleicht, wenn Sie einen Mixer finden, der nicht wegschwimmt. Falafel? Atkin scherzt über die Eröffnung eines Standes auf der Mondoberfläche. Aber Früchte scheinen machbar. Erdbeeren sind bereits zur ISS gereist.

Es bleiben Herausforderungen.

Strahlung. Ein Sechstel der Schwerkraft bedeutet, dass das Gießen seltsam aussieht. Zwei Wochen Licht, gefolgt von zwei Wochen pechschwarzer Dunkelheit, erfordern künstliche Sonnen. Auch Astronauten hassen Staub in ihrem Lebensraum. Das Gewächshaus muss luftdicht und getrennt sein. Kein Einatmen des Glasstaubs.

Es ist ein Nischenbereich.

„Mondbotaniker“ steht nicht im Dropdown-Menü von LinkedIn. Für Atkin ist es schwierig, Jobs festzulegen. Sie will hinauf. Testen Sie die Theorie in der Realität. Es ist nahezu unmöglich, auf der Erde ein Sechstel der Schwerkraft zu erzeugen. Man kann die Umwelt nicht vortäuschen.

Also wartet sie.

Artemis plant, die Menschen bald zurückzubringen. Sie hofft, dass sich ein Job ergibt. Wenn die NASA sie bitten würde, das erste Mondgewächshaus zu installieren?

Sie würde nicht nein sagen.

„Ich würde Hausmeisterin werden“, sagt sie. Metalle reinigen. Helfen Sie Pflanzen, an einem Ort zu leben, der für Staub geschaffen ist.

Ihre Großmutter ist nicht da, um es zu sehen. Sie zog Atkin auf einer Ranch mit Traktoren und Erdbeeren groß. Sie wäre gekitzelt worden. Stolz wie Großmütter nur sein können. Vielleicht nicht überraschend. Atkin hat immer die zufälligen Dinge getan.

Der Mond ist kalt. Trocken. Giftig.

Aber es ist noch nicht tot.

Wir müssen nur die richtigen Partner vorstellen. Pilze zuerst. Als nächstes kommen Kichererbsen. Alles andere danach.