Sieht aus wie ein Science-Fiction-Poster, nicht wahr? Vielleicht haben Sie eines am Flughafen gesehen. Aber nein.
Das James Webb-Weltraumteleskop der NASA hat am 19. Mai 2 eine neue Aufnahme der Galaxie Messier 7 gemacht. Sie nennen sie kurz M77. Oder manchmal die Tintenfischgalaxie. Warum? Schau es dir an. Die Mitte leuchtet stark. Strahlen schießen wie Tintenstrahlen oder Tentakel ins Leere.
Ein Schwarzes Loch übernimmt die schwere Arbeit.
Es ist etwa 47 Millionen Lichtjahre entfernt. Abhängen im Sternbild Cetus, dem Seeungeheuer. Passend, nicht wahr? Es ist auch nicht so schwach. Magnitude 9,6 bedeutet, dass ein kleines Teleskop es finden kann. Du brauchst nur Geduld.
Auf diese Weise ist die Geschichte seltsam. Wir nennen Charles Messier die Ehre, weil sein Name im Katalog steht. Er hat es veröffentlicht. Aber Pierre Méchain hat es zuerst gefunden. Ein Franzose sagt einem anderen Franzosen „Blick, was ist das?“ Messier nahm den Kredit entgegen. Das haben wir alle getan.
Das Licht kommt aus der Mitte. Genauer gesagt vom dortigen Schwarzen Loch. Die Schwerkraft zerkleinert Gas. Gas erwärmt sich. Es schreit vor Strahlung. Das ist der Kern des Bildes. Heiß. Dicht. Hell.
Die nach außen schießenden Strahlen sind unterschiedlich. Das ist nicht die Schuld des Schwarzen Lochs. Sie sind ein Trick des Spiegels. Ein optischer Effekt des Teleskops selbst. Verwechseln Sie das Signal nicht mit dem Rauschen.
Aber hübsch. Absolut hübsch. Der Staub wirbelt um das helle Zentrum. Es sieht lebendig aus. Oder tot, je nachdem, wie man die Sternentstehung sieht. So oder so. Es raubt einem den Atem. Starren Sie einfach.
