Die Motoren brannten hell. Blauweiß und wütend.
SpaceX hat gerade das statische Feuer für seinen nächsten großen Sprung beendet. Na ja, noch kein Sprung. Nur ein stehendes Brüllen. Booster 20. Er steht auf dem Ständer der Starbase in Texas, festgehalten von den „Mechazilla“-Stäbchen, die ihn gestern gepackt haben.
- Juli. Früher Morgen.
Sie schlossen den Strand von Boca Chica um 8 Uhr Ortszeit. Sicherheit geht natürlich vor. Dann haben sie den Treibstoff bewegt. Kaltes Methan. Flüssiger Sauerstoff. Das gefährliche Zeug.
Kurz vor 11 Uhr zündeten alle dreiunddreißig Raptor-3-Triebwerke.
Fünfundzwanzig Sekunden.
Das war der ganze Test. Aber es ist alles. Es hat bewiesen, dass die V3-Hardware aktiv ist. Und es deutet darauf hin, dass Flug 13 tatsächlich früher stattfinden könnte, als die meisten Leute darauf wetten.
Mittwoch, 15. Juli. Die FAA-Mitteilung ist da. Das Fenster ist geöffnet.
Warum die Eile? Nun, V3 ist nicht V2. Es ist schwerer. Stärker. Gebaut für die echten Strapazen der Raumfahrt, nicht nur für das Abprallen in der Atmosphäre. Die neuen Raketen verfügen über eine leichtere Elektronik, höhere Tanks und die Leitungen für den Treibstofftransfer im Weltraum. Das bringt uns zur NASA.
SpaceX will den Mondlandevertrag. Oder besser gesagt, sie wollen das, was sie bereits haben, behalten.
Starship ist der Mondlander für Artemis. Das heißt, es muss funktionieren. Zuverlässig. Nicht nur einmal, sondern genug, um die Agentur davon zu überzeugen, dass ihr Geld sicher ist. Der Zeitplan für die Rückkehr der Menschen zum Mond ist nicht flexibel. Auch nicht das Budget für ausgefallene Hardware.
Schauen Sie sich Flug 12 im letzten Mai an. Gemischte Ergebnisse.
Es wurde gestartet. Das ist ein Sieg. Aber die Oberstufe, Schiff 39, hatte einen Motorschaden. Keine Wiederbeleuchtung im Weltraum. Der Booster, Booster 19, verfehlte sein Spritzwasserziel. Es schlug wie ein Stein auf dem Wasser auf. Nicht leise. Nicht anmutig. Nur ein Spritzer.
Da sind wir also wieder. Flug 13. Schiff 40 und Booster 23. Moment, 20? Nein, 20. Booster 20. Gleiche Zahlen.
Die Ziele sind die gleichen wie zuvor. Beheben Sie die Fehler.
„Um den Rest der Probleme zu beseitigen.“
Das könnten Elon oder das Team sagen. Übersetzen Sie das in die Techniksprache: Stellen Sie sicher, dass nichts unerwartet explodiert.
Aber hier gibt es ein größeres Spiel. Volle Wiederverwendbarkeit.
Starship ist nicht nur eine Rakete. Es ist eine Maschine, die für die Rückkehr gebaut ist. Beide Etappen. Superschwer. Das Schiff. Sie müssen zum Turm zurückkehren. Lassen Sie sich von den Krallen fangen. Auf den Kopf gestellt. Aufgetankt. Wieder gefeuert.
SpaceX hat dies bereits mit Super Heavy getan. Irgendwie. Sie haben den Booster gefangen. Sie haben sogar einen geborgenen Falcon-9-Booster sechsunddreißig Mal erneut geflogen. Sechsunddreißig!
Falcon 9 ist ein Arbeitstier. Es landet auf einem Schiff mitten im Meer und streckt die Beine wie eine erschrockene Spinne aus. Einfach. Elegant. Brutale Physik, gezähmt durch Aluminiumrohre und Kaltgastriebwerke.
Super Heavy ist anders. Keine Beine. Es nutzt allein den Schub.
Aber die Oberstufe? Das ist der schwierige Teil.
Das Schiff landet nicht mit Beinen. Es landet mit Feuer und Physik. Es kommt mit dem Bauch voran herunter. Schwarze sechseckige Fliesen erhitzen sich. Leuchtendes Rot, Weiß, vielleicht Lila. Es flattert. Es tanzt. Es bleibt horizontal. Wie das Space Shuttle. Bis das nicht mehr der Fall ist.
Dann das „Umdrehen und Brennen“.
Ein Manöver, das in einer Textnachricht gefährlich klingt, in Zeitlupe jedoch großartig aussieht. Die Rakete kippt um. Die Motoren laufen an. Es stoppt seinen freien Fall.
Zur Zeit? Es landet immer noch im Indischen Ozean. Flug 13 wird kein Tower-Fang sein. Aber es wird die Probe für die Zukunft sein.
Wenn Flug 12 Probleme mit dem Sinkflug der Boosterrakete hatte? Diesmal beobachten sie die Telemetrie. Eng. Sie überprüfen die Raptor 3s. Sie stellen sicher, dass die Avionik mit dem Chaos umgehen kann.
Was passiert, wenn in einem Handkorb alles zur Hölle geht?
SpaceX weiß es. Sie erwarteten Probleme. Sie suchen nur nach den Problemen, die das sind.
Die Rakete sitzt auf dem Pad. Angeheizt. Getestet. Bereit.
Vielleicht Mittwoch. Vielleicht Donnerstag. Die Sonne geht auf. Die Kameras rollen. Und wir alle schauen, ob diese Maschine endlich aufhört, kaputt zu gehen.
Es muss funktionieren. Wenn nicht, wartet der Mond.
Wieder.
























