Das James Webb-Weltraumteleskop veröffentlicht ein neues Bild. Babystars feiern ihre Unabhängigkeit. Also.
Nicht mit einer Parade. Mit kosmischem Feuerwerk.
Die NASA veröffentlichte es anlässlich des 250. Geburtstags der USA. Eine würdige Hommage daran, dass sich diese Protosterne aus ihren Geburtswolken befreien. Sie verlassen sozusagen die Gebärmutter und werden zu ihren eigenen, vollwertigen Stars.
Protosterne entstehen als Klumpen in riesigen Molekülwolken. Sachen cool. Die Schwerkraft zieht sie zusammen. Sie essen weiterhin Material aus dieser vorgeburtlichen Suppe. Essen und essen. Bis genügend Masse für den großen Schalter vorhanden ist. Die Kernfusion beginnt. Wasserstoff wird im Kern zu Helium.
Das definiert einen Hauptreihenstern.
Die Aussicht bei 450 Lichtjahren
Das ist nicht einfach irgendwo. Der Spot heißt FS Tau. Etwa 450 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Astronomen lieben diesen Ort. Es ist das ideale Ziel, um das Aufwachsen massearmer Sterne zu beobachten. Wir haben vorher sicher nachgeschaut, aber die Wolken waren immer zu dicht. Gasstaubopazität. Es versperrte die Sicht.
Webb sieht jedoch im Infrarotbereich.
Das Teleskop blickt direkt durch diesen dichten Nebel. Jetzt können wir diese Protosterne tatsächlich im Detail sehen. Warum? Um zu studieren, was um sie herum passiert.
Strahlung und Materialausflüsse verändern alles in der Nähe.
Während der Protostern Materie frisst, schleudert er auch etwas davon weg. Diese Abflüsse sind heftig. Unordentlich. JWST zeigt Lücken in diesen Strömen. Dieses Detail stützt eine bestimmte Theorie. Protosterne fressen nicht in einem konstanten Tempo.
Sie fressen. Dann gehen sie in den Ruhezustand.
Die Akkretion erfolgt in einzelnen Episoden. Stoppen. Gehen. Stoppen. Gehen Sie noch einmal.
Wer hätte gedacht, dass die Sternentstehung so unruhig verläuft?
Wir bekommen vielleicht noch kein vollständiges Bild, aber zumindest sehen wir keine Unschärfe mehr. Der Staub hebt sich. Die Sterne treten allein in die Dunkelheit hinaus.
























